Am 27. September 2020 haben die Schweizer Stimmberechtigten der Beschaffung neuer Kampfjets zugestimmt. Und zwar äusserst knapp, mit 50,1% zu 49.9%. Eine Ablehnung des Geschäfts hätte für die Armee wohl eine ziemliche Sinnkrise bedeutet. Denn logischerweise braucht sie einen Schutzschirm.

Ich persönlich habe die Vorlage abgelehnt. Dies einfach aufgrund des Volumen, denn es wurde gerechnet, dass statt den bis zu 40 zu beschaffenden Jets ein Anzahl von ca. 12 genügen würde um die luftpolizeilichen Aufgaben zu bewältigen. Und da bin ich der Meinung, mehr bräuchte es nicht. Dieser Luftwaffe „light“ hätte ich bedenkenlos zugestimmt.

Aber eigentlich schreibe ich diesen Blogbeitrag nicht deshalb. Nicht wegen den Kampfjets und nicht wegen der Abstimmung, die so äusserst knapp gewonnen wurde. Sie wurde von den Befürwortern gewonnen und so ist mir klar, dass die Schweiz einen besseren Schutzschirm bekommt. Nämlich einen für sechs Milliarden Franken und eine Reihe weiterer Milliarden für Wartungskosten.

Es geht um Rüstung im Allgemeinen und deren Sinn. Ich vertrete die Ansicht, dass ein solches Geschäft, sprich militärische Investitionen immer einen Gegenwert an die Friedensförderung stellen müssen. 100% für 100%! Egal wo auf unserer Welt. Es würde der Schweiz zu gute kommen. Sicherheitstechnisch könnte es gar deutlich mehr bringen als eine Armee zu unterhalten. In diesem Fall würden also verpflichtend 6 Milliarden ans Militär fliessen und 6 Milliarden an Friedensförderung. Ich nenne es einfach mal so. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dann halt die Version „light“ zur Abstimmung gekommen wäre 😉 Ich glaube durchaus an einen Sinn des Militärs oder einer Form davon. Viele Herausforderungen könnte man stärker angehen mit einer Neuausrichtung… Aber, da stosse ich gerade ein noch grösseres Thema an.

Im Moment scheint es aber so zu bleiben wie es ist, oder eher schlimmer. Die weltweiten Rüstungssausgaben steigen und steigen. Wir können uns gut hundertfach zerstören und wieder wird die folgende Generation sich fragen müssen: Wohin bloss mit all dem Schrott! Unter der Voraussetzung, dass wir uns in kommenden Jahren nicht mindestens einmal zerstören werden.

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