Seit vielen Jahren gehe ich regelmässig in die Psychotherapie. Es gehört zu jenen Massnahmen die mir helfen besser mit meiner psychischen Erkrankung umzugehen. Ganz am Anfang war ich sehr skeptisch eingestellt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich wohlfühlen würde, wenn ich in eine Therapie gehen würde. Ein Rückfall in eine Psychose hat es mich dann nach einem Klinikaufenthalt dennoch versuchen lassen. Das war vor ca. 20 Jahren. Seither war ich bei verschiedenen Psychotherapeut*innen in Behandlung. Ich fand im Therapieverlauf jeweils einen guten persönlichen Zugang, dies gilt wohl vice versa. Es ist bekannt, dass nicht unbedingt die Behandlungsmethode oder Ausrichtung der Therapie entscheidend für deren Erfolg ist, sondern eben gerade eine gute Beziehung zueinander es auszumachen scheint. Deshalb bin ich auch gerne länger als sonst wohl empfohlen im selben Setting geblieben. Denn wenn es passt und das Pferd gut rennt, soll man es nicht eintauschen.

Links von Interesse?

Schweiz: https://www.psychologie.ch/fuer-patienten-klienten/was-sind-meine-rechte

Deutschland: https://www.wege-zur-psychotherapie.org/ihre-rechte-als-patient/

Österreich: https://www.psychotherapiepraxis.at/psychotherapie_patientenrechte.phtml

Mein letzter Psychotherapeut hat mich punktgenau bis letzte Woche während zehn Jahren begleitet. Es war zur Zeit meiner letzten Psychose, dass sich ein Praxiswechsel aufdrängte und ich auf seine Adresse gestossen war. Nach einem Kennenlerntermin entschied ich mich und er ja auch, es miteinander zu wagen. Auch beim seinem Vorgänger bin ich gegen zehn Jahre lang ein und aus gegangen. Jedoch mit Unterbruch, denn ich besuchte auch während einige Zeit woanders die Therapie.

Über die letzten Wochen hat sich ein neuer Wechsel angebahnt. Mein Psychotherapeut tritt bald in den „Unruhestand.“ Eine möglich Nachfolge ist in der selben Praxis verfügbar. Doch Fragen fingen an mich zu beschäftigen. Passt es dann wirklich? Da die neue Psychotherapeutin einer anderen Psychotherapieschule folgt, resp. ausgebildet ist, fragte ich mich auch ob mich das ansprechen wird. Ich bin sehr froh, dass ich drei „Probetermine“ wahrnehmen konnte und nun zuversichtlich mit ihr den Weg weitergehen möchte.

Es erinnert mich an eine Art Fackelübergabe die da stattfindet. Das Feuer der Psychotherapie brennt weiter und ist in einer neuen Hand. Ein Umstand der auch neue Chancen verspricht.

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